TSV Friedberg – Neushausen/Filder

Verfasst am Sonntag, 14. September 2014 von Thorsten Franzisi

Auch das dritte Handball Saisonspiel hat die Friedberger Drittligamannschaft verloren. Beim 21:24 (11:14) gegen Neuhausen/Filder war die Mannschaft bis kurz vor Schluss nahe dran, traf dann aber einfach nicht mehr ins Tor.

Zum Duell der beiden letzten noch punktlosen Teams waren in der Friedberger Halle fast keine Plätze mehr frei geblieben. Und die Fans gaben alles, um ihr Team zum Sieg zu schreien, bis zum Schluss blieb die Stimmung phantastisch.
Friedberg startete schlecht in die Begegnung, gleich in den ersten drei Angriffen verloren die Gastgeber immer den Ball. So lag der TSV rasch mit 1:3 zurück, in den Anfangsminuten agierten die Herzogstädter viel zu hektisch und luden die Gegner praktisch zum Torewerfen ein. Vorne ging in dieser Phase sehr wenig, Friedberg hatte einen ganz schlechten Start erwischt und lag nach zehn Minuten schon mit 3:7 hinten.

Trainer Harald Rosenberger nahm eine frühe Auszeit, um sein Team wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Nach seiner Ansprache stabilisierte sich Friedberg denn auch bald. Der Abstand blieb nun stabil, die Fehlerquote im Angriff verringerte sich deutlich. Die Gastgeber kamen zu ersten schönen Treffern, Peter Haggenmüller und Tizian Maier feierten an diesem Abend ihre Torpremiere in der 3. Liga.
In der Abwehr passte es nun, Friedberg ließ fast nichts mehr zu. Vorne hatten die Handballer etwas Mühe mit der aufmerksamen Deckung, da ihnen aus der Distanz nicht viel gelang, versuchten sie die taktische Aufgabe spielerisch zu lösen und hatten vor allem mit genauen Kreisanspielen auf den starken Claudio Schneck gute Erfolge. Das 8:11 nach 20 Minuten holten die Herzogstädter bis auf ein Tor auf, doch der Ausgleich wollte einfach nicht fallen. Neuhausen hatte mittlerweile seinen Keeper gewechselt, bis zur Pause sollte Sebastian Arnold ein nahezu unüberwindbares Hindernis darstellen. So stand es nach dem 10:11 rasch wieder 10:14, erst nach acht Minuten beendete Tizian Maier die Flaute. Sein Treffer zum 11:14 beendete eine erste Hälfte, in die der TSV nur schwer hinein gefunden hatte. Defensiv wussten die Friedberger meist zu überzeugen, nur mit der zweiten Welle der Gegner hatten sie manchmal etwas Probleme. Vorne jedoch brauchten sie einfach zu viele Versuche, einige klare freie Würfe gingen nicht rein. Ärgerlich waren auch die vielen unnötigen Ballverluste durch Unkonzentriertheiten.

Das besserte sich zu Beginn der zweiten Hälfte. Friedberg stand weiterhin sicher in der Abwehr und kam nach Ballgewinnen zu einigen einfachen Toren durch Tempogegenstöße. Neuhausen verlor seine klare Linie aus der ersten Halbzeit, der TSV konnte die Partie nun offen gestalten und kam rasch bis auf 15:16 heran.
In der zweiten Hälfte dominierten aber weiter die Abwehrreihen, die Gastgeber mussten hart arbeiten für jedes Tor. Der Ausgleich wollte einfach nicht fallen, zwei von der Abwehr abgefälschte Bälle von Lukas Aigner und Andreas Dittiger landeten jeweils am Pfosten.

Langsam konnten sich die Gäste wieder absetzen und erhöhten beim 17:20 nach 45 Minuten wieder auf drei Tore.
Friedberg kämpfte tapfer und hatte bis kurz vor Schluss seine Chance auf den Anschluss. Als sich die Mannschaft beim Stand von 21:23 den Ball erkämpft hatte, brachte sie sich dann dreimal allerdings selbst um den Lohn der harten Arbeit: Der erste Angriff endete nach einem schlimmen Fehlpass, der zweite ebenso, und bei der dritten Chance auf das 22:23 vergab Friedberg sogar einen Strafwurf. Drei Minuten vor dem Ende erhöhte Neuhausen dann auf 21:24, das war die Entscheidung. Trotz mehrerer guter Chancen traf der TSV einfach nicht mehr ins Tor und musste so die zweite Heimniederlage der Saison hinnehmen. Nach dem 21:24 (11:14) steht Friedberg mit null Punkten am Tabellenende der 3. Liga Süd.

Trainer Harald Rosenberger war nach der Partie sehr enttäuscht: „Wir haben heute nicht gut ins Spiel gefunden, der Gegner hat uns mit seiner Aufstellung sehr überrascht. Dann haben wir mit tollem Einsatz uns immer wieder heran gekämpft, aber in den wichtigen Situationen einfach nicht getroffen. Unser Gegner hat verdient gewonnen, auch wenn es lange knapp war, denn wir waren nicht einmal in Führung heute. Diese Niederlage ist sehr bitter für uns alle, aber es bleibt uns nichts anderes übrig: Wir werden weiter hart arbeiten und versuchen, uns zu verbessern, damit wir in den kritischen Situationen unsere Chancen besser nutzen können.“

Für den TSV Friedberg spielten: V. Petersdorff (1. – 25.); Matijevic (26. – 60.); Schnitzlein (1); Haggenmüller (1); Wagenpfeil; Vilchez – Moreno (1); Augner (1); Aigner (3); Schneck (4); Maier – Hasselmann (5/4); Maier (2); Dittiger (1); Lodemann (1); Abstreiter (1).