FCA Punkteteilung in Fürth

Verfasst am Sonntag, 16. Dezember 2012 von Thorsten Franzisi

Am 17. Spieltag der Bundesliga kam der FCA bei der SpVgg Greuther Fürth nicht über 1:1-Unentschieden hinaus. Nachdem Sascha Mölders den FCA in der 9. Minute 1:0 in Führung gebracht hatte, glich Fürth in Person von Lasse Sobiech in der zweiten Halbzeit aus (69.).

Im letzten Hinrundenspiel musste Trainer Markus Weinzierl neben den Langzeitverletzten auch auf Marcel de Jong, Aristide Bancé, Stephan Hain und Sebastian Langkamp verzichten. Dafür rückten Ronny Philp, Giovanni Sio und Dawda Bah in den Kader. Der Gambier Bah stand damit zum ersten Mal nach seiner langen Verletzungspause wieder im Aufgebot der Augsburger. Während Jan-Ingwer Callsen-Bracker in die Innenverteidigung rutschte, nahm Ja-Cheol Koo den Platz neben Daniel Baier auf der Sechserposition ein.

Der FCA begann engagiert und zeigte sofort, dass die drei Punkte heute nach Augsburg gehen sollten. In einer insgesamt hektischen Anfangsphase, in der beide Teams äußerst körperbetont zu Werke gingen, war es der FCA, der schließlich auch zuerst jubeln durfte. Sascha Mölders verwertete einen Freistoß von Tobias Werner von der linken Eckfahne per Kopf in das von Wolfgang Hesl gehütete Tor der Gastgeber (9).

Der Aufsteiger aus Fürth steckte aber keineswegs auf und brachte den FCA im direkten Gegenzug sofort in Bedrängnis. Zunächst scheiterte Felix Klaus an FCA-Torhüter Mo Amsif (12.), nach der anschließenden Ecke verzog Edgar Prib nur um wenige Meter (13.).

Im Anschluss kontrollierte der FCA die Partie, der Gastgeber hatte große Probleme, die Augsburger Defensive in Bedrängnis zu bringen. Richtig gefährlich für das Augsburger Tor wurde es dann kurz vor der Pause: Erst rettete Mohamed Amsif sensationell bei einem Kopfball aus kurzer Distanz gegen Lasse Sobiech (44.), nur eine Zeigerumdrehung später war der Marokkaner wieder auf dem Posten, als Gerald Asamoah aus 16 Metern abzog. Mit der verdienten 1:0-Führung ging es schließlich in die Pause.

In der zweiten Halbzeit tat sich der FCA dann schwer gegen offensiv agierende Fürther, die nun alles versuchten, um den Ausgleich zu erzielen. Zwingende Torchancen waren aber erst einmal Mangelware. In der 62. Minute kamen dann beide Mannschaften zu ersten Einschussmöglichkeiten in der zweiten Hälfte. Ilir Azemi traf unbedrängt vor Mohamed Amsif den Ball nicht, im Gegenzug scheiterte Tobias Werner mit einem Volleyschuss an Torwart Hesl.

Der Gastgeber erhöhte nun den Druck immer mehr und wurde für das Engagement schließlich auch belohnt. Nach einem Eckball stand Lasse Sobiech genau richtig und drückte das Leder per Kopf über die Linie (69.). Nur zwei Minuten später die nächste Schrecksekunde im Augsburger Strafraum, nachdem Christopher Nöthe Amisf überlupfte und Jan-Ingwer Callsen-Bracker reaktionsschnell auf der Linie klärte.

Es wurde nun hektisch in der Trolli-Arena, kleine Fouls und Nicklichkeiten nahmen immer mehr zu. Nach wiederholten Foulspiel musste der Fürther Mergim Mavray schließlich eine Viertelstunde vor Ende der Partie das Feld verlassen. Die Überzahl des FCA währte allerdings nicht lange, denn nur zehn Minuten später wurde der wenige Augenblicke zuvor eingewechselte Giovanni Sio nach groben Foulspiel mit der roten Karte des Feldes verwiesen.

Nachdem Sascha Mölders in der Schlussminute nach einer Flanke von Torsten Oehrl das Tor nur um Zentimeter verfehlte, blieb es bei der letztlich leistungsgerechten Punkteteilung. Der FCA überwintert somit auf dem 17. Tabellenplatz.

Stimmen zum Spiel:

Markus Weinzierl: „In der ersten Halbzeit sind wir dominant aufgetreten und haben mehr Ballbesitz gehabt. In Hälfte zwei haben wir dann versäumt das 2:0 zu erzielen, weil wir zu viel verwaltet haben. Wir wollten, hatten dann aber zu viele Ballverluste. Auch vor dem Gegentor hätten wir zweimal klären können.“

Tobias Werner: „Wir haben von Beginn an voll auf Sieg gespielt, sind auch verdient in Führung gegangen. In der zweiten Hälfte haben wir es nicht geschafft, den Sieg über die Zeit zu retten. Der Punkt ist letztlich verdient, hilft uns aber nicht entscheidend weiter.“

Jan-Ingwer Callsen-Bracker: „Wir haben in der ersten Halbzeit stark gespielt und sind mit dem Führungstreffer belohnt worden. Nach der Pause sind wir nicht mehr so gut ins Spiel gekommen, hatten aber kurz vor Schluss noch die Chance auf den Siegtreffer. Wir liefern ordentliche Spiele ab, aber unter dem Strich ist wieder zu wenig dabei herausgekommen.“

Mohamed Amsif: „Wir haben gekämpft, aber leider ist es uns nicht gelungen, über 90 Minuten die Leistung zu bringen, die wir in der ersten Hälfte gebracht haben.“

Michael Büskens: „Nach dem 0:1 haben wir nur reagiert und sind nicht richtig ins Spiel gekommen. Nach der Pause sind wir dann durch mehr Risiko belohnt worden. Zum Schluss hatten beide Mannschaften noch Chancen auf den Siegtreffer, weil beide Teams gewinnen wollten.“

Fotos by Klaus Rainer Krieger | Fotoanfragen an ed.xm1719189667g@gru1719189667bsgua1719189667.rege1719189667irk1719189667