Wichtiger Sieg gegen Iserlohn

Verfasst am Freitag, 25. Oktober 2013 von Thorsten Franzisi

Mit 4:1 wurden die Sauerländer nach Hause geschickt, die zwar speziell im letzten Drittel mehr Spielanteile hatten, dabei aber selten gefährlich wurden, während die Augsburger zu Mitte des Spiels verdient in Führung lagen und sich dann auf das Halten des Vorsprungs konzentrierten, durch Konter aber stets gefährlich blieben.

Verdiente Führung
Die Panther starteten wieder mit Patrick Ehelechner im Tor und zeigten eigentlich von Beginn an eine gute Leistung. Da die Iserlohner von Anfang an offensiv mitspielten, entwickelte sich ein flottes Spiel, in dem die Augsburger erstmals in dieser Saison auch spielerisch starke Aktionen hatten. So entwickelten sie ein Chancenplus: Daryl Boyle traf aus spitzem Winkel nur das Gestänge und in Überzahl hätten Bayda und Ciernik im Slot eigentlich die Führung erzielen müssen, trafen jedoch entweder nicht den Puck oder schossen aus aussichtsreicher Position vorbei. Bei den Iserlohnern indes deutete sich schon an, was sich den kompletten Abend fortsetzen sollte: Sie spielten ordentlich mit, aber richtige Chancen sprangen dabei nicht heraus und wenn, dann war Patrick Ehelechner da, so auch in der 8. Spielminute, als nach einem Schuss der Puck von der Bande zurückprallte und der Augsburger Torhüter den Nachschuss von Mulock mit den Beinschonern entschärfte.

Auf der Gegenseite machten die Augsburger es dann verdientermaßen besser. Nach einem Fehler im Aufbauspiel der Iserlohner fing der junge Max Schäffler den Puck ab und setzte nach einem feinen Doppelpass mit Sebastian Uvira einen Handgelenksschuss zum 1:0 in die Maschen (11.). Im Anschluss hatte Iserlohns Macek noch zwei Torchancen, scheiterte jeweils aber an Ehelechner. Auch in Überzahl hatten die Iserlohner keine nennenswerten Chancen und speziell John Zeiler verdiente sich mit zwei geblockten Schüssen gute Noten. Auf der Gegenseite hätte Brett Breitkreuz aus zentraler, halbhoher Position die Führung bei einem 3 auf 2 Kontern ausbauen können, verzog aber ebenso wie Daryl Boyle aus dem Bullykreis wenig später im Powerplay. So ging es mit einem verdienten 1:0 für die Augsburger in die erste Pause.

Iserlohn spielt mit, bleibt aber harmlos
Die Iserlohner kamen gut aus der Pause und als Daryl Boyle Tyson Mulock nur mit einem Haken am Alleingang stören konnte, gab es verdientermaßen Penalty für die Iserlohner, doch Patrick Ehelechner sicherte die Augsburger Führung, indem er diesen entschärfte. Im direkten Anschluss erkämpften sich Werner und MacArthur beim Forecheck den Puck hinter dem Tor, der Puck landete auf der Kelle von Trevelyan, der aber freistehend vor dem Tor mit der Rückhand an Gästekeeper Lange scheiterte. Nachdem Lasse Kopitz auf der Strafbank brummte, belohnten sich die Augsburger dann endlich für ihr wiedermal gutes Powerplay und Ivan Ciernik, der eine gute Leistung ablieferte, stocherte einen Connolly-Schuss zum 2:0 über die Linie (24.).

Wenig später hatten die Iserlohner Glück, als ein von Trevelyan abgefälschter Brown Schuss knapp über den Querbalken flatterte und in der 32. Spielminute Ivan Ciernik aus bester Position verfehlte. Fortan ergab sich ein Spiel, das Gästetrainer Doug Mason in der Pressekonferenz später in etwas wie folgt beschrieb: „Wir haben gut gespielt, sind aber eine kleine Mannschaft und oft finden wir nicht direkt den Weg zum Tor.“ Jetzt mag man das so sehen, dass die Iserlohner vielleicht eine „kleine“ Mannschaft sind, aber dennoch im Sturm eigentlich schon herausragende Einzelkönner in ihren Reihen haben, dennoch traf die Analyse in soweit zu, dass die Roosters eigentlich gut mitspielten, nur leider völlig harmlos waren. Die Augsburger verteidigten aber auch gut und blieben durch Konter gefährlich und hatten dabei auch zumindest die qualitativ besseren Chancen.

Speziell die vierte Reihe um Connor Morrison, Sebastian Uvira und Max Schäffler zeigte vielversprechende Ansätze und wurde von Larry Mitchell mit viel Eiszeit belohnt. Die beste Iserlohner Chance vergab Raymond, als er einen Nachschuss relativ deutlich über die Latte setzte. Ein wenig Glück hatten die Augsburger dann in der 38. Spielminute, als nach einem Bandenfehler der Puck von hinter dem Tor direkt auf die Kelle von Stephen Werner flog, der ins leere Tor zum 3:0 einschob. Das war auf Grund des ausgeglichenen Spiels vielleicht etwas zu hoch, aber die Augsburger waren weiterhin die aggressivere und gefährlichere Mannschaft, so dass die Führung in Ordnung ging.

Augsburg bringt Sieg nach Hause
Im letzten Drittel wurden die Augsburger dann etwas passiv, aber die Iserlohner Schüsse waren weiterhin ziemlich harmlos und zudem hatten die Augsburger in Patrick Ehelechner einen starken Rückhalt. Brett Breitkreuz hätte dann eigentlich alles klar machen müssen, aber nach einem schönen Querpass von Ivan Ciernik schob er frei vor dem leeren Tor den Puck an den Pfosten. Anschließend erhitzten sich etwas die Gemüter: Nachdem ein Iserlohner gegen Patrick Ehelechner nachstocherte, räumte erst einmal Sebastian Uvira vor dem Augsburger Gehäuse auf. Warum dann Christian Hommel, der eigentlich nur auffiel, als er im zweiten Drittel beim Checkversuch an John Zeiler abprallte, sich dann mit Brett Breitkreuz auf der Augsburger Ersatzbank anlegte, wusste er wohl selbst nicht genau, die Sache war nach eine Rumpler von Breitkreuz dann aber schnell erledigt, als sich ein Linesman zwischen die beiden Streithähne stellt, während der zweite Linesman Mike Brennan niederrang, was zumindest für Erheiterung im Publikum sorgte.

Im anschließenden 4 gegen 4 bediente Connolly von hinter dem Tor Ryan Bayda, der aber aus dem Slot direkt abziehend das Tor verfehlte. MacArthur per Direktschuss und wieder Bayda, diesmal im Fallen, hatten weitere gute Möglichkeiten, scheiterten aber an Iserlohns Lange. Die Gäste unterdessen schossen weiterhin viel, aber waren kaum gefährlich. Lediglich in Überzahl hatten die Roosters nennenswerte Chancen durch Mike York (dessen Tipp-In Versuch von Ehelechner vereitelt wurde) und Robert Raymond, doch Ehelechner hielt seinen Kasten vorerst sauber. Dies änderte sich aber in der 55. Spielminute, nachdem die Linesmen mal wieder eine zweifelhafte Icing-Entscheidung getroffen hatten und nach anschließend gewonnenem Bully Orendorz abzog, Ehelechner den Puck nur nach vorne abwehren konnte und Macek, der Ehelechner erst die Sicht genommen hatte dann den anschließenden Nachschuss zum 1:3 verwandelte. Doch die Augsburger zeigten sich wenig beeindruckt: Ivan Ciernik setzte sich auf Außen trotz nicht geahndeter Behinderung seines Gegenspielers durch, gewann auch noch den Zweikampf hinter dem Tor und legte damit auf für Brett Breitkreuz, der sich artig bedankte und frei vor Lange zum 4:1 Endstand einschoss (58.). Mit dem verdienten Sieg haben sich die Augsburger erst einmal ein wenig Luft verschafft und vor allem zwei Heimspiele in Folge eine gute Leistung gezeigt, nachdem es vorher auswärts zwei heftige Niederlagen setzte.