TVA – Uedesheim Chiefs

Verfasst am Donnerstag, 13. September 2012 von Thorsten Franzisi

Das Endergebnis von 9:4 (4:1/2:3/3:0) klingt zwar vielversprechend, doch die Art und Weise des Sieges war über weite Strecken keine überzeugende. Wichtig sind die beiden Punkte, mit denen man die Tabellenführung verteidigen konnte.

Die Voraussetzungen vor dem Spiel waren allerdings auch keine, die einen tollen Kampf oder ein Spiel auf höchstem Niveau vermuten ließen. Die Chiefs kamen wieder einmal zu spät nach Augsburg, was einen verspäteten Beginn mit sich brachte. Der TVA trat mit 14 Feldspieler gegen 7 aus Uedesheim an, die im ersten Drittel auch keinerlei Anstalten machten etwas für einen Punktgewinn zu tun. So waren die Augsburger von der ersten Minuten an drückend überlegen, fanden jedoch zunächst nicht den Weg ins Tor. Lukas Fettinger (Sponagl) hämmert den Ball schließlich doch in der 10. Minute flach ins Eck. DesnAusgleichstreffer der Chiefs, obwohl diese in Unterzahl agierten, war ein erstes Anzeichen der fehlenden Konzentration im TVA-Lager. Ein schönes Power-Play-Tor von Christian Sohlmann (F. Nies) und zwei Abstauber von Kevin Hnida (Arzt) und Maximilian Nies (Wagner) ließen den TVA zu ersten Pause mit 4:1 führen.

Der zweite Abschnitt hätte eigentlich einige Zuschauer zum Verlassen der Halle bewegen müssen. Grauenhafte Fehlpässe, ein miserables Überzahlspiel und weitgehende geistige Abwesenheit führten zu regelmäßigen Kontern der Gäste, die dies auch zu drei Toren ausnützten. Auf der TVA-Seite konnte immerhin Stefan Gläsel (Löhnert) eine schöne Kombination abschließen und Simon Arzt (F. Dietrich) den Ball im Tor unterbringen. Was blieb waren Uedesheimer Gäste, die nach einem 6:4 noch ihre Chance witterten.

Der TVA nahm dann seine Beine doch wieder etwas mehr in die Hand und nach den beiden Toren von Lukas Fettinger (Gläsel, Becherer) war das Spiel entschieden. Für einen Höhepunkt sorgte Juniorenspieler Maximilian Klimek, der nach langer Verletzungspause ein paar Spielminuten bekam und den Ball zum Schlusspunkt mit einem Schlagschuss von der Mittellinie in den rechten Winkel drosch.

Kurzes Fazit: Man muss froh sein, nach dieser sehr durchwachsenen Leistung zwei Punkte eingefahren zu haben, obwohl dies dem Spielverlauf nach auch nie gefährdet war. Ebenso muss man sich klar sein, dass ab nächster Woche das Potenzial wieder mehr ausgeschöpft werden muss und einige Spieler den Schalter umlegen müssen.

„Dieses Spiel werden wir ganz schnell abhaken und am Ende zählen nur die beiden Punkte. Nun haben wir ein echtes Endspiel um die Vorrundenmeisterschaft und das wollen wir unbedingt gewinnen!“, sagt Kapitän Stefan Gläsel nach dem Spiel. Ähnlich sieht es Coach Christoph von Külmer: „Solche Tage gibt es nunmal wo einfach nichts so richtig funktionieren will. Aber wir haben gewonnen und nur das zählt für uns. Am nächsten Samstag werden wir wieder unser starkes Gesicht zeigen!“


Es Spielten:

P. Schenk, Lehmann – Löhnert (0/1), Sponagl (0/1), F. Nies (0/1), Wagner (0/1), F. Dietrich (0/1), Arzt (1/1), Fettinger (3/0), Gläsel (1/1), Sohlmann (1/0), M. Nies (1/0), Becherer (0/1), Hnida (1/0), Dotterweich (0/1); Kozlovsky, Klimek (1/0)

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