Pleite für die Augsburger Panther gegen die Adler aus Mannheim

Verfasst am Donnerstag, 29. Februar 2024 von Robert Siller

Die Augsburger Panther, verloren das so wichtige Nachholspiel gegen die Mannheimer Adler mit 2:6 und kommen dem Abstieg aus Deutschen Eishockeyliga sehr nahe.

3 Spiele vor Ende der Hauptrunde, hat der AEV nach wie vor 4 Punkte Rückstand auf den rettenden 13. Tabellenplatz. In einem wieder ausverkauften Curt Frenzel Stadion, zeigten die Augsburger über weite Strecken kein Erstligaformat und enttäuschten die eigenen Fans maßlos. Neben dem am Unterkörper verletzten T.J. Trevelyan, musste Panther Coach Christof Kreuzer auch auf die erkrankten Karjalainen und Sacher verzichten. Dafür rückte Verteidiger Mick Köhler in den Angriff.

Insgesamt war der über weite Strecken, blutleere und schon fast resignierende Auftritt der Panther viel wenig, um die Adler aus Mannheim heute Abend in Gefahr zu bringen. Nach der nun 5. Niederlage in Folge und dem noch ausstehenden Restprogramm ist die Chance auf den Klassenerhalt äußerst gering. Das Selbstvertrauen ist komplett im Keller und die derzeit gezeigten Leistungen ,reichen in der höchsten deutsche Eishockeyliga einfach nicht, um die notwendigen Siege und Punkte einzufahren. Wenn dann dazu auch noch der Goalie einen gebrauchten Abend hat, ist ein Erfolg einfach nicht realisierbar. Sollte nicht ein mittleres Eishockeywunder in den letzten drei Begegnungen eintreten, heißt es für die Augsburger Panther als Tabellenletzter wieder hoffen, dass Kassel, Krefeld oder Dresden nicht Meister in der DEL 2 werden, um den bitteren Abstieg in die zweithöchste Klasse zu vermeiden. Auf der anderen Seite, wollen die Fans Jahr für Jahr solche Saisonen erleben, wo durch die Planungsunsicherheit wieder nur eine bedingt DEL taugliche Mannschaft zusammengestellt werden kann? Noch sind aber 9 Punkte zu vergeben und die Mannschaft wird nach der Aussage von Trainer Christof Kreuzer alles geben, um die letzte Chance zu wahren.

Schneller Rückstand für den AEV im 1. Drittel
Mit der Unterstützung der Fans, begannen die Panther die Partie gegen die Adler aus Mannheim eigentlich recht ordentlich, mussten aber in der 5. Spielminute bereits den 0:1 Rückstand durch Keaton Thompson hinnehmen. Dabei machte Augsburgs Torhüter Markus Keller weder in der Entstehung, als auch bei der Vollendung eine glückliche Figur und der durchaus vermeidbare Tiefschlag war schon wieder passiert. Als dann auch noch in den nächsten 8 Spielminuten, drei Powerplays zu keinem Torerfolg führten, war das Selbstvertrauen restlos dahin. Das Überzahlspiel war aber auch zu statisch und 8 Torschüsse auf das Tor im gesamten 1. Drittel , mit 6 Minuten Überzahl, reichen dann einfach nicht aus um solche wichtigen Spiele zu drehen und das Momentum auf seine Seite zu bringen. So endete der erste Abschnitt mit einem 0:1 Rückstand.

Mannheim legt im 2. Drittel nach und sorgt für frühe Vorentscheidung
Die restlichen Sekunden des 1. Unterzahlspiels, überstand der AEV noch gut, aber in der 22. Spielminute, gelang den Gästen das wohl schon frühe vorentscheidende 2:0 durch Daniel Fischbuch. Die Panther waren in der Offensive zu harmlos und in der Defensive zu fehlerhaft . Mannheim legte in der 29. Spielminute mit dem 3:0 durch David Wolf nach. Es wurde sehr still im Curt Frenzel Stadion , von Aufholjagd und letztem Einsatz war nur wenig zu sehen. In der 36. Spielminute keimte wieder eine kleine Hoffnung im  Augsburger Lager auf, als Niklas Andersen im 4. Powerplay den AEV auf 1:3 verkürzen konnte. Doch die Euphorie ,dauerte nur knapp 4 Minuten, dann nutzten die Adler eine totale Konfusion in der Panther Abwehr, einschließlich Torhüter Markus Keller, zum 4:1 durch Markus Hännikainen. 33 Sekunden vor Drittelende, war die Begegnung nun endgültig entschieden. 3 Tore Rückstand vor dem letzten Abschnitt, ließen wohl nur noch wenige Optimisten im Lager der Augsburger von wichtigen Punkten träumen.

Mannheim verwaltet den Vorsprung im letzten Abschnitt problemlos
Die Gäste legten im letzten Drittel ihre Priorität erst einmal auf die Sicherung des Vorsprungs, dadurch hatten die Augsburger mehr Scheibenbesitz und Offensivaktionen. In der 47. Spielminute, gelang Panther Verteidiger Otso Rantakari mit einem schönen Handgelenksschuss das 2:4 und ein Fünkchen Hoffnung kehrte im Curt Frenzel Stadion zurück. Leider wieder nur gut 2 Minuten, dann war auch diese kleine Hoffnung auf eine Wende dahin. Adler Stürmer Matthias Plachta netzte eiskalt und trocken zum 5:2 für die Mannheimer in der 50. Spielminute ein und der deutliche Abstand war wieder hergestellt. Die Begegnung war längst gelaufen und das 6:2  für Mannheim in der 54. Spielminute durch Tyler Gaudet machte die bittere, aber verdiente Niederlage für die Augsburger Panther nur noch deutlicher. Nach den 60 Spielminuten und der frustrierenden Pleite in diesem so bedeutenden Spiel, wurde das Team der Augsburger Panther, mit einzelnen Pfiffen der restlos enttäuschten Fans in die Kabine verabschiedet.

Am kommenden Freitag, muss der AEV zum Tabellenzweiten nach Bremerhaven reisen, ehe am Sonntag um 14.00 Uhr das letzte Heimspiel in dieser Saison gegen die Düsseldorfer EG im bereits jetzt schon wieder ausverkauften Curt Frenzel Stadion stattfindet. Wird dies das letzte Heimspiel für die Augsburger Panther nach 30 Jahren DEL Zugehörigkeit? Diese Frage, wird wohl auch in diesem Jahr erst in einigen Wochen beantwortet werden.

Tore:
0:1 04:12 Keaton Thompson
0:2 21:23 Daniel Fischbuch
0:3 28:14 David Wolf
1:3 35:21 Niklas Andersen             5:4
1:4 39:17 Markus Hännikainen
2:4 46:30 Otso Rantakari
2:5 49:04 Matthias Plachta
2:6 53:18 Tyler Gaudet

Strafminuten:
Augsburg:    11
Mannheim   15

Zuschauer:
6179            ( ausverkauft)

Schiedsrichter:
Martin Frano/Eduards Odins
Linienrichter:
Tim Heffner/Jiri Ondracek