Augsburger Panther gewinnen torreiches Derby gegen Straubing

Verfasst am Samstag, 25. September 2021 von Robert Siller

Noch ohne den in dieser Woche verpflichteten Neuzugang Matt Puempel, gewannen die Augsburger Panther gegen die Straubing Tigers in einem abwechslungsreichen und spannenden Spiel mit 6:4.

Nach dem Auswärtssieg am vergangenen Dienstag konnte der AEV somit nachlegen und seine Fans begeistern. Den 4490 Zuschauern wurde einiges für ihr Eintrittsgeld geboten und durften ihre Lieblinge nach der Schlusssirene frenetisch feiern.

Panther zu Spielbeginn überlegen
Die Augsburger begannen die Begegnung mit viel Selbstvertrauen und waren von Beginn an die überlegene Mannschaft. Auch zahlenmäßig sollte sich dies schnell bemerkbar machen. Wenige Sekunden nachdem die Gäste aus Straubing ihr erstes Unterzahlspiel eigentlich problemlos überstanden hatten, schlugen die Panther zu. Chad Nehring verwandelte in der 8. Spielminute zum 1:0 auf Pass von Adam Payerl. Nach dem Führungstreffer kamen die Niederbayern ebenfalls in Überzahl zu ihren ersten Torchancen, doch Olivier Roy parierte die Tigers Schüsse glänzend. Aus Unterzahl wurde wieder Überzahl und die Panther wollten schnell nachlegen. Stieler, Valentine und Saponari scheiterten aber am Straubinger Goalie Tomi Karhunen. Es dauerte bis zur 13. Spielminute , ehe Bratt McClure zum viel umjubelten 2:0 einschießen konnte. Leider schafften es die Augsburger nicht, die zwei Tore Führung mit in die erste Drittelpause zu nehmen. Die Tigers verkürzten mit einem abgefälschten Schuss von Travis St. Denis in der 19. Spielminute auf 1:2. Die Führung nach dem ersten Abschnitt war für den AEV aber hoch verdient.

Straubing im 2. Drittel besser und effektiver
Hochmotiviert kamen die Gäste aus Niederbayern aus der Kabine und waren zu Beginn des 2. Drittels klar tonangebend. Der Ausgleichstreffer zum 2:2 in der 27. Spielminute durch Joshua Samanski war nicht unverdient und die Begegnung wieder völlig offen. In dieser abwechslungsreichen Partie versuchten jetzt beide Mannschaften den Führungstreffer zu erzielen. Eine weitere Strafzeit für die Tigers nutzten die Panther zu einem endlich wirklich guten Powerplay und David Stieler schlenzte das Spielgerät in der 35. Spielminute zu 3:2 für die Augsburger in den linken oberen Winkel. Doch die Freude und der Jubel über die erneute Führung dauerte nur 34 Sekunden. Nach einem Konzentrationsfehler von Panther Verteidiger John Rogl, nutzten die Gäste diesen Lapsus eiskalt und effizient zum 3:3  durch den Ex- Augsburger Michael Connolly. Dieser schnelle Ausgleichstreffer zeigte deutlich Wirkung bei den Panthern und die Gäste übernahmen jetzt die Spielkontrolle und drückten die Panther in die Defensive. In der 37. Spielminute war die Begegnung dann völlig gedreht, als wieder Travis St. Denis den 4:3 Führungstreffer in Überzahl für Straubing erzielen konnte. Nur wenige Sekunden nach dem Rückstand musste auch noch AEV Verteidiger Wade Bergman gleich wieder auf die Strafbank und die AEV Fans zitterten mächtig mit ihrem Team, das nächste penalty killing ohne weiteren Gegentreffer zu überstehen. Dies gelang zum Glück und die Panther gingen nach 40 Spielminuten nur mit einem knappen 3:4 Rückstand in die 2. Drittelpause.

Furioser letzter Abschnitt der Augsburger Panther
Der AEV begann das letzte Drittel mit viel Elan und wollte möglichst schnell den Ausgleich erzielen, was in diesem verrückten Spiel auch schnell und erfolgreich umgesetzt werden konnte. T.J. Trevelyan der Routinier in Reihen der Panther nutzte gedankenschnell eine Unachtsamkeit in der Abwehr der Straubinger zum so wichtigen 4:4 Ausgleichstreffer in der 43. Spielminute und die knapp 4500 Fans ahnten, der nächste Treffer wird wohl dieses Spiel entscheiden. Beide Mannschaften spielten weiter offensiv und wollten unbedingt den Sieg. In der 49. Spielminute war es dann soweit, Neuzugang Vinni Saponari versuchte per Rückhand aus spitzem Winkel den minimalen Spalt zwischen Torpfosten und Torhüter zu finden und hatte dabei das Glück auf seiner Seite. Der Straubinger Goalie Tomi Karhunen ließ eine Minilücke offen und der Puck flutschte zum 5:4 für die Augsburger Panther über die Torlinie. Es dauerte selbst bei den Panther Fans einen kurzen Moment, ehe der Jubel durch das Curt Frenzel Stadion aufbrauste. Noch waren aber gut 11 Minuten für die Augsburger zu überstehen. Straubing gab sich noch lange nicht geschlagen, doch die Panther zogen sich nicht komplett zurück, sondern spielten weiter nach vorne. Diese taktische Maßnahme von Coach Mark Pederson war die absolut richtige Entscheidung. Durch die eigenen Angriffe wurde viel Zeit von der Uhr genommen und die Gäste nahmen 131 Sekunden vor dem Ende ihren Torhüter für einen 6. Feldspieler vom Eis. Doch bereits 38 Sekunden später war der Sieg für die Panther endgültig gesichert. Chad Nehring schoss den Puck nach Scheibengewinn in der eigenen Zone in das verlassene Tor der Gäste zum 6:4. Der hartumkämpfte Sieg war letztendlich durch die starke Leistung der Augsburger Panther im letzten Drittel auch verdient. Der Jubel der Fans über den Erfolg des AEV war nach der Schlusssirene unbeschreiblich. Mit jetzt 7 Punkten nach 5 Spielen kletterten die Augsburger auf Rang 10 der Tabelle in der Deutschen Eishockey Liga. Bereits übermorgen am Sonntag geht es mit dem nächsten Heimspiel weiter. Um 16.30 Uhr empfangen die Panther im nächsten bayerischen Derby den ERC Ingolstadt und haben die Gelegenheit den dritten Sieg in Folge zu feiern. Vielleicht gibt dann ja auch Neuzugang Matt Puempel sein Debüt im rot-grün-weißen Trikot.

Die Augsburger Panther spielten mit: Roy,Keller, Lamb, Haaase, Valentine, Rogl, Bergman, Graham, Länger, – Payerl, Campbell, Clarke, Saponari, LeBlanc,Nehring, T.J. Trevelyan, Stieler, McClure, Kharboutli, Max und Magnus Eisenmenger.

Tore:
1:0 07:56 Chad Nehring
2:0 12:34 Brad McClure
2:1 18:12 Travis St. Denis
2:2 26:11 Joshua Samanski
3:2 34:17 David Stieler                 5:4
3:3 34:51 Michael Connolly
3:4 36:23 Travis St. Denis            5:4
4:4 42:14 T.J. Trevelyan
5:4 48:45 Vini Saponari
6:4 58:27 Chad Nehring                   5:6

Schiedsrichter:
Rohatsch, Schadewaldt
Linienrichter:
Heffner, Wölzmüller

Zuschauer:
4490