Mühsamer Arbeitssieg gegen Amberg

Verfasst am Montag, 19. Januar 2026 von HP

Am Sonntagabend gewann der EHC Königsbrunn auch das Rückspiel gegen die „Wild Lions“ des ERSC Amberg mit 3:2. Damit sichern sich die Brunnenstädter zwei Spieltage vor Ende der Hinrunde den sicheren zweiten Tabellenplatz mit neun Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten aus Kempten.

Beim EHC kehrten Luca Kinzel, Hayden Trupp und Marc Streicher in den Kader zurück, dafür fehlten Marco Sternheimer und Moritz Weißenhorn. Vom Anpfiff an stand Benni Beck im Tor der Brunnenstädter, als Backup hielt sich Robin Rieger bereit.

Beide Mannschaften standen in der Defensive kompakt und ließen kaum Chancen zu. Königsbrunn agierte mit viel Zug vors Tor, Amberg stand aber stabil. In der fünften Spielminute eroberte sich der EHC den Puck und drängte ins gegnerische Drittel, Luca Kinzel legte mit viel Übersicht quer zu Peter Brückner, der dann gegen die Laufrichtung des Goalies zielgenau zum 1:0 einnetzte. Die Brunnenstädter hatten danach aber Probleme mit dem Spielaufbau, viele Pässe erreichten ihren Anspielpartner nicht. Die Gäste kamen vor allem mit ihrer ersten Reihe immer wieder gefährlich ins Königsbrunner Drittel, kurz vor der Pause gelang ihnen dann auch in Überzahl der Ausgleich zum 1:1, ehe es ein erstes Mal in die Kabinen ging.

Königsbrunn startete schläfrig in den Mittelabschnitt, Amberg bestimmte zunächst das Spielgeschehen. In der 24. Spielminute hatte der EHC dann die erste gute Chance, doch die Brunnenstädter leisteten sich weiterhin zu viele Fehler. Sechs Minuten später fiel das 2:1, Hayden Trupp zog von der blauen Linie ab, den Rebound konnte Marco Riedl verwerten. Die Gäste zeigten sich aber unbeeindruckt und kamen immer wieder zu guten Gelegenheiten. In der 38. Spielminute fiel dann auch der Ausgleich zum 2:2. Kurz vor Drittelende konnten sich die Königsbrunner Spieler noch bei Goalie Benni Beck bedanken, der eine erste Führung der Amberger verhindern konnte.

Nach dem Pausentee hatte der EHC Überzahlspiel, blieb aber zu harmlos. Dennoch zeigten sich die Brunnenstädter verbessert und mit Drang zum Tor. In der 47. Spielminute hatte Königsbrunn dann fast eine Minute doppelte Überzahl, die nicht folgenlos blieb. Nach Anspiel von Luca Kinzel nahm Timmy Kent Maß und traf mit einem platzierten Schuss zum 3:2, dem Amberger Goalie war dabei die Sicht verdeckt. Die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste steckten aber nicht auf und drängten auf den Ausgleich gegen den EHC, der an diesem Spieltag zu viele Fehler produzierte und seiner Form der Vorrunde hinterherhinkte. Amberg blieb aber im Abschluss zu harmlos, zudem schwächten sich die Gäste durch eine Strafzeit zur Crunchtime und nahmen sich wichtige Zeit von der Uhr. In der 57. Spielminute hatte der EHC einige sehr gute Chancen, verpasste jedoch eine Vorentscheidung. Bis zum Abpfiff hielt die Königsbrunner Defensive aber dicht, die Gäste blieben am Ende trotz einer couragierten Leistung ohne Punkte.

Nach 60 Spielminuten standen die Brunnenstädter als Sieger einer sehr zerfahrenen Partie fest. EHC-Coach Bobby Linke freute sich über die drei Punkte, war aber insgesamt unzufrieden mit seiner Mannschaft: „Wir wollten heute mit der Intensität starten, mit der wir in Schongau am Ende gespielt hatten. Gegen Amberg habe ich mit vier Reihen spielen lassen, damit die Belastung gleich verteilt wird. Unsere Vorsätze hielten nur fünf Minuten, danach hatten wir einen richtig großen Hänger in unserem Spiel. Amberg wurde dadurch immer stärker, was zum Teil an uns lag. Wir haben den Forecheck vernachlässigt, zeigten wieder individuelle Fehler und leisteten uns einige grobe Schnitzer. So haben wir dem Gegner Selbstvertrauen und Auftrieb gegeben. Nach der Pause war es dann sogar noch schlimmer. Es war viel Kampf auf beiden Seiten, mit mehr Krampf auf unserer Seite. Im Schlussabschnitt haben wir unsere doppelte Überzahl nutzen können, hatten aber trotzdem noch einige gefährliche Situationen gegen uns. Das war kein schönes Spiel, spätestens jetzt müssen die Jungs begreifen, worum es geht. Ich erwarte jetzt eine Reaktion der Mannschaft. Die Play-offs stehen vor der Tür, ich werde sehr genau hinsehen, wer sich dafür empfehlen kann. Ich muss dann fair bewerten, wer dann das aufs Eis bringt, was wir ausgemacht haben. Herzblut und Leidenschaft sind nun gefragt.“

Tore: 1:0 Brückner (Kinzel) (5.), 1:1 Walkom (Baranovskis, Klughardt) (19.), 2:1 Riedl (Trupp, Ellerbrock) (31.), 2:2 Baranovskis (Walkom, Erdt) (38.), 3:2 Kent (Kinzel, Länger) (47.)

Strafminuten:  EHC Königsbrunn 10     ERSC Amberg 14     Zuschauer: 421

Bildmaterial: Patricia Rutha

Werbepartner & Sponsoren
Werbepartner & Sponsoren
Werbepartner & Sponsoren
Werbepartner & Sponsoren
Werbepartner & Sponsoren
Werbepartner & Sponsoren
Werbepartner & Sponsoren
Werbepartner & Sponsoren
Werbepartner & Sponsoren
Werbepartner & Sponsoren