Fast 200 neue Schiris binnen zwei Jahren
Warum die Schiedsrichtervereinigung Augsburg ein wichtiger Bestandteil der schwäbischen Fußballfamilie ist. Fünf neue Ehrenmitglieder unter den 29 Ausgezeichneten beim Ehrungstag im Westhouse.
An diesem Nachmittag, an dem Anerkennung und Wertschätzung für die Geehrten im Vordergrund standen, nutzen die Redner die Gelegenheit, Zahlen sprechen zu lassen. Sie belegten die „Trendwende im schwäbischen Schiedsrichterwesen“, wie es Bezirks-Schiedsrichter-Obmann (BSO) Thomas Färber formulierte. Seit 2022 seien in den zehn Schiedsrichtergruppen Schwabens insgesamt 620 Neulinge ausgebildet worden. 197 davon absolvierten ihren Kurs in Augsburg. „Das ist ein Ausrufezeichen an die ganze Fußballfamilie“, sagte Färber.
Von den 33.000 Ansetzungen, die im vergangenen Jahr im Bezirk vorgenommen wurden, entfielen mehr als 8000 auf die Gruppe Augsburg – also 25 Prozent, berichtete der BSO weiter. „Wir gehören einer Organisation an, ohne die der Fußball nicht möglich wäre“, so Färber, der zugleich Ehrenobmann der Schiedsrichtervereinigung Augsburg ist.
Bezirksvorsitzende Sabrina Hüttmann bezeichnete die Unparteiischen als stille Hüter des Spiels. Sie stünden kaum im Fokus der Anerkennung. Dabei seien sie wichtiger Bestandteil einer „wunderbaren Gemeinschaft“, die eines gemeinsam habe: die Liebe zum Fußball. Getreu dem Motto „einmal Schiri, immer Schiri“ hätten sich die langjährigen Unparteiischen niemals entmutigen lassen. „Dafür gebührt ihnen unsere größte Anerkennung“, so die Bezirksvorsitzende.
Dass Schiedsrichter nicht nur Regelhüter sind, sondern auch Führungspersönlichkeiten, die in entscheidenden Momenten die Kontrolle über das Spiel und die Spieler behalten müssen, das erläuterte Gruppenobmann Stefan Sommer. So könnten drei wesentliche Aspekte der modernen Menschenführung auf Schiedsrichter übertragen werden: Kommunikation, Entscheidungsfindung und Konfliktmanagement. Einen guten Spielleiter zeichne auch körperliche Fitness, Ausdauer, Regelkunde und Fachkenntnis aus. „Die Rolle einer Schiedsrichters hält viele wertvolle Lektionen für moderne Führungskräfte bereit“, stellte der Vorsitzende fest.
Es wurden geehrt:
10 Jahre (Bezirksehrenmedaille in Silber): Alexander Dauner (SV Nordendorf), Jan Niklas Eichholz (TSV 1892 Haunstetten), Oliver Schuhmacher (TSV Steppach), Ilhan Yanik (TSV Zusmarshausen)
15 Jahre (Bezirksehrennadel in Gold): Eyup Albayrak (SF Bachern), Alexander Endreß (SSV Anhausen)
20 Jahre (Ehrennadel des BFV in Silber): Fatih Darici (TSV Merching), Ümmet Kocak (BSC Heretsried)
25 Jahre (Gruppenehrung): Manfred Färber (SpVgg Bärenkeller), Alessa Plass (TSV 1875 Göggingen), Paul Rotter (TSV Fischach)
30 Jahre (Ehrennadel des BFV in Gold): Heinrich Deutscher (FSV Inningen), Thomas Färber (SpVgg Bärenkeller), Ralf Goldschmidt (TSV Fischach), Denis Morfessis (FC Hellas), Harald Schmode (TSV 1875 Göggingen)
40 Jahre (Verbandsmedaille in Silber): Mehmet Dogmus (MBB SG Augsburg; neues Ehrenmitglied), Bernd Edin (TSV Steppach), Günther Herdin (SC Altenmünster), Gerhard Mühlbauer (TSV 1892 Haunstetten), Eckhart Radke (ESV Augsburg; neues Ehrenmitglied), Manfred Riedel (SV Ottmaring), Herbert Schmoll (SC 1946 Biberbach), Franz Schwarzenberger (SV Gold-Blau Augsburg; neues Ehrenmitglied), Ewald Wurm (FC Reutern; neues Ehrenmitglied)
50 Jahre (Verbandsmedaille in Gold): Yervant Sarioglu (TSV Neusäß), Manfred Stranzinger (SC 1946 Biberbach)
60 Jahre (Verbandsplakette): Rudolf Fischer (Polizei-SV Augsburg)
Weiteres neues Ehrenmitglied: Horst Schäfer (SF Friedberg)




