EHC: Die „neuen“ Pinguine kommen gut an

Verfasst am Freitag, 03. Mai 2013 von Thorsten Franzisi

Vier weitere Spieler und ein neuer Brustsponsor sagen zu

Vor einigen Wochen sind der 1. Vorstand Gerhard Harlos und sein Team angetreten um die Tradition des Königsbrunner Eishockeys auch nach über 60 Jahren fortzusetzen. Doch trotz der langen Historie, einiges soll bei den „neuen“ Pinguinen anders werden, als in der Vergangenheit. „Natürlich haben wir das Ziel Königsbrunn bald möglichst in einer höherklassigen Liga vertreten zu können. Anderes als in der Vergangenheit, möchten wir dies aber primär mit jungen Spielern aus dem großen Augsburger Einzugsgebiet, am liebsten Jungs mit Königsbrunn-Bezug, erreichen. Wir werden dabei aber keinen Cent mehr ausgeben, als wir eingenommen haben, egal für was oder wen.“ so Harlos.

Diese Grundidee und das Konzept des EHC Königsbrunn kommt auch bei potentiellen Zugängen gut an. Nach den bereits vermeldeten Zusagen von Robin Pandel, Markus Hartmann (beide zuletzt ESV Bayernliga) und Felix Holzapfel (ESV Junioren), kann jetzt mit weiteren Spielern fest gerechnet werden. Mit Alexander Strehler und Simon Harfold kehren in der kommenden Saison zwei letztjährige ESV-Spieler wieder in die Königsbrunner Arena zurück.

Der 24 jährige Verteidiger Strehler kann schon einige Landesliga- und Bayernligapartien vorweisen, doch auch sein drei Jahre jüngerer Kollege Harfold braucht sich nicht zu verstecken. Der aus dem AEV-Nachwuchs stammende Angreifer zählte sowohl bei den AEV Amateuren in der Bezirksliga, als auch letztes Jahr in Königsbrunn zum Seniorenkader und kam zum Einsatz. In Augsburg spielte Harfold mit dem 30-jährigen Torhüter Stephan Balleis zusammen. Während Harfold in die Brunnenstadt wechselte, blieb Balleis in Augsburg und versuchte sein Glück in der Landesliga. In der neuen Saison wird nun auch er für den EHC seine Schlittschuhe binden. Absolutes Neuland wird das Herreneishockey für den letzten aktuellen Neuzugang. Der talentierte 19-jährige Stürmer Dennis Ürten kommt vom Nachwuchs des EV Bad Wörishofen ins Lechfeld.

Doch nicht nur in Spielerkreisen, sondern auch bei den Sponsoren kommt das Konzept des EHC und damit das Königsbrunner Eishockey gut an. Zwar ist die Skepsis in der eigenen Stadt aufgrund der Vergangenheit noch da, doch die bisher gezeigte Arbeit wird in den zahlreichen Gesprächen honoriert. Einige lokale Geschäfte und Unternehmer warten allerdings die weiteren Entwicklungen rund um die HydroTech-Arena ab. Während man im Landkreis Augsburg noch zögert diesen neuen Verein zu unterstützen, konnte mit dem MATIX Club Berlin wohl erstmalig in über 60 Jahrzehnten Königsbrunner Eishockey ein überregionaler Geldgeber gefunden werden. „Ich kenn die Leute vom MATRIX Club seit einiger Zeit. Wir haben uns über mein neues Projekt unterhalten und sie waren begeistert.“ so Königsbrunns 1. Vorstand. Diese ungewöhnliche Partnerschaft, aus der sich die Berliner Impulse für ihr Geschäft mit bayerischen Touristen erwarten, ist vorerst auf ein Jahr ausgelegt, in denen das Logo des Clubs auf der Brust und der Homepage der EHC-Pinguine zu sehen sein wird.
Mit den Zugängen an Spielern und den ersten Sponsor sind wichtige Schritte getan. Doch bis zum Saisonstart haben die „neuen“ Pinguine noch viel Arbeit vor sich, doch sie kommen bereits jetzt gut an.

Ein Bericht von Dominik Mesch