Drei Siege, kein Wenn und Aber: Die AEV-Youngsters kämpfen um ihre DNL-Zukunft

Die Saison hatte mehr versprochen. Über weite Strecken hielten sich die Panther in Schlagdistanz zu den Play-off-Plätzen – doch am Ende reichte es nicht. Jetzt wartet die Abstiegsrunde. Und die U20 des Augsburger EV weiß genau, was auf dem Spiel steht: Drei Siege gegen die Jung-Eisbären Regensburg, oder die DNL-Zugehörigkeit ist futsch.
Wie es so weit kam
Der Weg in die Abstiegsrunde war kein freier Fall – eher ein schleichendes Versanden. Zwei torarme Wochenenden in Düsseldorf gegen die DEG kosteten letztlich die Chance auf die Top-Division. „Im Grunde überwiegt der Stolz“, sagt Trainer Martin Schweiger rückblickend. „Am Ende hat uns in den entscheidenden Momenten die letzte Konsequenz bei der Chancenverwertung gefehlt.“ Den Schlusspunkt setzte eine 3:4-Pleite gegen die Starbulls Rosenheim – bitter, aber ohne Einfluss auf die ohnehin besiegelte Tabellenkonstellation. Bemerkenswert dabei: Trotz dezimiertem Kader kämpften sich die Panther zweimal zurück, ehe fünf Minuten vor Schluss der Genickbruch kam.
Der Gegner unterschätzt sich selbst nicht
Regensburg mag Tabellenletzter sein – doch die Oberpfälzer kommen mit Rückenwind. Zuletzt schlugen sie sich achtbar gegen den viertplatzierten EV Bad Tölz. Besondere Erwähnung verdient dabei ein alter Bekannter im Regensburger Kasten: Cole Danielsmeier, vergangene Saison noch im Panther-Dress, hielt beim ersten Saisonduell 41 von 44 Scheiben – Fangquote 93,3 Prozent. Schweiger warnt entsprechend: „Wir haben jedes der bisherigen Duelle dominiert, müssen aber unbedingt die Chancen nutzen. Ich erwarte eine enge und hart umkämpfte Serie.“
Einordnung: Mehr als nur Pflichtaufgabe
Und hier liegt der eigentliche Kern dieser Serie – jenseits aller Tabellenkonstruktionen und Statistiken. Die DNL ist nicht irgendeine Liga. Sie ist die Kaderschmiede des deutschen Eishockeys, das Sprungbrett für junge Spieler, die eines Tages das Trikot der Panther – oder der Nationalmannschaft – tragen wollen. Wer den Klassenerhalt verpasst, verliert nicht nur Punkte, sondern Perspektiven: schlechtere Gegner, weniger Scouting-Aufmerksamkeit, geringere Entwicklungsreize. Für einen Standort wie Augsburg, der seinen Nachwuchs systematisch aufbaut, wäre ein Abstieg kein sportlicher Betriebsunfall – sondern ein echter Rückschritt. Die Erwartung ist klar: Diese Serie sollte gewonnen werden. Und zwar überzeugend.
Erfahrung als Trumpf
Was für Augsburg spricht: Die Jungs, die letztes Jahr schon dabei waren, kennen diesen Druck. Die Abstiegsrunde ist kein Neuland, sondern bekanntes Terrain – und das kann in entscheidenden Momenten den Unterschied machen. Danielsmeier hin oder her – drei Siege. Ligaverbleib. Die Mission ist klar. Jetzt müssen die Taten folgen.








