Derbyniederlage für Königsbrunn

Am Freitagabend gab es für den EHC Königsbrunn in Schongau nichts zu holen, am Ende kassierten die Brunnenstädter eine verdiente 4:3 Niederlage. Unter der Woche hatte EHC-Coach Bobby Linke noch vor den „Mammuts“ gewarnt, scheinbar ohne Erfolg.
Beide Teams konnten mit gut gefüllten Reihen antreten. Bei Königsbrunn waren bis auf Luca Kinzel, Hayden Trupp und Marc Streicher alle Feldspieler mit an Bord, bei den Goalies fehlten weiterhin Stefan Vajs und Joshua Appler. Im Königsbrunner Tor stand von Beginn an Benni Beck, als Backup war Robin Rieger von der 1b mitgereist.
Die Gastgeber hatten von Beginn an mehr von der Partie und gingen schon in der zweiten Spielminute in Führung. Königsbrunn tat sich schwer gegen die defensiv hellwachen Mammuts. In der achten Spielminute kam der EHC zur ersten guten Torchance, hatte aber kaum Zugriff auf die Partie. Fehlende Passgenauigkeit, kaum gewonnene Zweikämpfe und viele Scheibenverluste, Königsbrunn war noch nicht in der Partie angekommen. Schongau war zunächst die klar bessere Mannschaft und hatte in der 12. Spielminute die nächste Top-Chance, doch Benni Beck im Tor der Brunnenstädter verhinderte einen weiteren Treffer für Schongau. Der fiel dafür zwei Minuten später, die Mammuts legten das 2:0 nach. Königsbrunn kam erst zum Drittelende besser in die Partie und erarbeitete sich in der 17. Spielminute eine Top-Chance, die aber ohne Zählbares blieb. Kurz vor der Pause setzte sich der EHC vor dem Schongauer Tor fest, bis Drittelende fielen aber keine Treffer mehr.
Beim Pausentee hatte es scheinbar eine deutliche Ansage von EHC-Coach Bobby Linke gegeben, Königsbrunn nun mit deutlich mehr Zug vor das gegnerische Tor. In der 25. Spielminute verpasste es der EHC, bei einer Zwei auf Eins Situation den Anschlusstreffer zu erzielen. In der 28. Spielminute setzte es gegen Marco Sternheimer eine Spieldauerstrafe. Kurz vor Ablauf der Strafe drängten die Königsbrunner ins gegnerische Drittel, Clay Ellerbrock bediente Marco Riedl mit einem Querpass. Der nahm dann Maß und netzte zum 2:1 Anschlusstreffer ein. Das Tor gab den Königsbrunnern Auftrieb, der EHC hatte jetzt mehr vom Spiel und sorgte für viel Druck. In der 37. Spielminute trafen die Brunnenstädter zum 2:2 Ausgleich, Tim Bullnheimer tankte sich von der eigenen Blauen über die rechte Angriffseite bis vor das gegnerische Tor und erzielte den zweiten Treffer der Brunnenstädter. Danach hatten Clay Ellerbrock und Timmy Kent noch zwei sehr gute Chancen. Anschließend kassierte der EHC noch eine fünfminütige Strafzeit, die nicht folgenlos blieb. Ein Schuss von Lukas Skvarek prallte vom Helm eines Königsbrunner Verteidigers ins Tor zur erneuten Führung für die Gastgeber ab. Mit dem 3:2 ging es ein letztes Mal in die Kabinen.
Der EHC musste zunächst drei Minuten Unterzahl überstehen, konnte sich danach aber vor dem Schongauer Tor festsetzen. In der 48. Spielminute musste Königsbrunn den nächsten Treffer in Unterzahl schlucken, die Mammuts erhöhten auf 4:2. Die Brunnenstädter drängten auf den Ausgleich, in der 52. Spielminute hatte Peter Brückner den Anschlusstreffer auf dem Schläger, doch der Schongauer Goalie verhinderte den Torerfolg. Wegen eines Fouls an Brückner musste nun aber ein Spieler der Mammuts auf die Strafbank, Königsbrunn konnte nun in Überzahl agieren, 40 Sekunden später fiel auch das 4:3. Clay Ellerbrock fälschte einen Schuss von David Kaiser unhaltbar ins Schongauer Gehäuse ab. Der EHC erhöhte den Druck, hätte in der 56. Spielminute aber fast das 5:3 kassiert. Doch Benni Beck verhinderte mit einem Klassesave die endgültige Entscheidung. In der 58. Spielminute hatte Königsbrunn dann für eine Minute gleich doppelte Überzahl, verpasste es aber, den ersehnten Ausgleich zu erzielen. Kurz vor Spielende nahm Coach Bobby Linke noch Benni Beck zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, es blieb aber beim 4:3 für die Gastgeber, die nach 60 Spielminuten als verdienter Sieger vom Eis gingen.
Nach einem schwachen Anfangsdrittel wurden dem EHC Königsbrunn die Strafzeiten zum Verhängnis. EHC-Coach Bobby Linke nennt Gründe für die Niederlage:
„Ich hatte die Jungs vor dem Spiel nochmal gewarnt, dass die Mammuts eine gute Offensive haben. Die muss man hinten fordern, um in die Partie zu kommen. Im ersten Drittel haben wir nach vorne nichts zustande gebracht, haben es zu kompliziert gespielt und keine Zweikämpfe gewonnen. Dazu haben wir die Scheiben zu schnell verschenkt, unsere Schüsse waren nicht gut genug. Schongau spielt die Pucks hart vors Tor und trifft, wir lagen dann 0:2 hinten. So muss man eben Eishockey spielen, um auch mal Treffer zu erzielen. Wir waren einfach zu fahrlässig in unseren Aktionen. Im zweiten Drittel hat man meiner Mannschaft deutlich angemerkt, dass sie willig war und das Spiel drehen will. Da waren wieder Kampf und Leidenschaft zu sehen. Wir sind wieder in die Partie zurückgekommen und konnten ausgleichen, kassierten dann aber wieder ein unglückliches Tor der Mammuts. Im letzten Spielabschnitt mussten wir offensiver agieren und fingen uns noch ein Tor in Unterzahl ein, da haben wir gepennt. Wir haben aber nicht aufgegeben und nutzen unser Überzahlspiel zum 3:4. In doppelter Überzahl konnten wir den Vorteil nicht nutzen, da fehlte uns die zündende Idee. Wir verloren am Ende zu Recht das Derby, das haben wir einfach nicht gut gespielt. Hoffentlich haben wir die Lektion gelernt, dass wir von der ersten Minute an Gas geben müssen.“
Tore: 1:0 Krabbat (Schweinberger, Munzig) (2.), 2:0 Merkle (Zimmer) (14.), 2:1 Riedel (Ellerbrock) (32.), 2:2 Bullnheimer (Weißenhon) (37.), 3:2 Skvarek (Zink, Gulda) (40.), 4:2 Gulda (Skvarek, Freidenfelds) (48.), 4:3 Ellerbrock (Kaiser, Rodrigues) (53.)
Strafminuten: EA Schongau 8 EHC Königsbrunn 34 Zuschauer: 326
Bildmaterial: https://diz-pix.de/




