Bitterer Donnerstagabend: FCA vergibt den Sieg in letzter Sekunde

Spektakel? Fehlanzeige! Bis zur 45.+6
Wer auf Offensivfeuerwerk hoffte, wurde zunächst herb enttäuscht. Die ersten 45 Minuten? Ein zähes Ringen im Mittelfeld, körperbetont, aber weitgehend ideenlos – auf beiden Seiten stand bei den Torschüssen lange eine große Null. Oliver Burkes pfeilschnelles Solo und Andras Schäfers Aufsetzer-Kopfball (19.) blieben die einzigen Ausrufezeichen. Beim FCA? Gregoritsch weitgehend abgemeldet, Claude-Maurice verpasste einmal knapp (13.).
Dann, in der sechsten Minute der Nachspielzeit, nahm sich Claude-Maurice ein Herz: Der Franzose zog aus rund 30 Metern ab und schweißte den Ball unhaltbar via Unterkante Latte ins rechte Kreuzeck. Ein Sonntagsschuss am Donnerstagabend – die WWK ARENA bebte!
Augsburg drückt, Union trifft trotz Unterzahl
Nach dem Seitenwechsel blieb der FCA die bessere Mannschaft. Claude-Maurice knallte einen Freistoß an den Pfosten (58.), Anton Kade scheiterte am starken Frederik Rönnow (60.). Noahkai Banks, Mert Kömür, Robin Fellhauer – alle versäumten es, den Deckel draufzumachen.
In der Schlussphase sah Unions Derrick Köhn nach einem Foul an Samuel Essende glatt Rot. Überzahl! Doch nur Sekunden später der Schock: Marin Ljubicic streckte im Fünfmeterraum den Fuß aus – 1:1 in der Nachspielzeit. Unfassbar bitter für die Fuggerstädter, die zwei Punkte leichtfertig herschenkten.
Fazit: Chancenwucher wird bestraft
Der FCA hat aus einer dominanten zweiten Halbzeit zu wenig gemacht. Trainer Manuel Baum wird sich ärgern: Gegen zehn Mann muss man das Ding nach Hause bringen! Jetzt heißt es Kopf hoch – schon am Sonntag (17:30 Uhr) wartet mit Freiburg das nächste Heimspiel. Diesmal muss die Chancenverwertung besser werden, sonst droht der FCA im Tabellenkeller zu versinken.





