Bittere Geburtstagstorte in Sinsheim: FCA geht beim 0:3 unter

Verfasst am Samstag, 29. November 2025 von Marc Gerstmeyr

Ein Geburtstagsgeschenk sollte es werden für Sandro Wagner. Stattdessen servierte der FC Augsburg seinem Trainer zum 38. Ehrentag in der PreZero Arena eine bittere Klatsche – 0:3 gegen seinen Ex-Klub Hoffenheim. Und das Schlimmste? Nach 25 Minuten war die Partie bereits gelaufen.

Defensive? Offenbarungseid!

Schon in der Anfangsphase war klar: Das wird kein gemütlicher Geburtstagsbrunch. Hoffenheim kombinierte, als würden die Fuggerstädter gar nicht auf dem Platz stehen. Nach einer halben Stunde: 13:4 Torschüsse für die TSG, zwei Drittel Ballbesitz. Die Zweikampfquote? Ernüchternd. „Arbeitsverweigerung“ titelte später die Sportschau – hart, aber nicht ganz von der Hand zu weisen.

In der 16. Minute dann der erste Nackenschlag: Christian Matsima konzentrierte sich bei einem langen Ball nur auf Tim Lemperle – dumm nur, dass Bazoumana Touré mit Turbo-Antritt zum Ball rauschte und durch die Beine von Finn Dahmen vollendete. Der eigentlich solide Nationaltorhüter: chancenlos.

Burger macht’s noch schlimmer

Zehn Minuten später das nächste Debakel. Grischa Prömel zieht ab, Dahmen klatscht den Ball ungeschickt nach vorne – und Wouter Burger, ganz allein, bedankt sich artig und schiebt zum 2:0 ein. Die FCA-Defensive? Abgetaucht wie Wagners Geburtstagslaune.

Immerhin: Nach 30 Minuten rappelte sich Augsburg auf. Giannoulis lupfte nach einem Baumann-Ausflug aufs leere Tor – doch die Kugel flog locker übers … . Die große Chance zum 1:2! Fellhauer spitzelte kurz vor der Pause ebenfalls knapp vorbei. Der VAR prüfte noch eine strittige Szene gegen Baumann – doch auch daraus wurde nichts.

Das Eigentor zum Knockout

Und dann, als hätte jemand ein bösartiges Drehbuch geschrieben: Kurz vor der Pause flankt Coufal von rechts, Noahkai Banks wird von Prömel bedrängt, köpft Mitspieler Cédric Zesiger an – und der Ball trudelt unglücklich ins eigene Netz. 0:3 zur Pause. Zesiger, der für den gesperrten Keven Schlotterbeck ran musste, konnte einem nur leidtun.

Halbzeit-Reaktion: Zu wenig, zu spät

Wagner reagierte zur Pause: Elvis Rexhbeçaj und Kristijan Jakić sollten Körperlichkeit und Engagement bringen. Und tatsächlich – der FCA zeigte nach dem Seitenwechsel mehr Einsatz, mehr Biss. Anton Kade schoss knapp vorbei (71.), die Augsburger erhöhten die Torschussfrequenz. Doch so richtig zwingend? Fehlanzeige.

In der 83. Minute keimte kurz Hoffnung auf: Samuel Essende traf mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze – doch der VAR strich den Treffer wieder, Philip Tietz hatte im Abseits gestanden. Augsburgs letzte Chance, perdu.

Fazit: Defensive muss besser werden

Am Ende stand ein hochverdientes 0:3, die vierte Niederlage aus den letzten fünf Pflichtspielen. Hoffenheim darf mit sechs Spielen ohne Niederlage und 16 von 18 möglichen Punkten sogar von Europa träumen – während der FCA mit zwölf Zählern auf Platz 13 im unteren Tabellendrittel feststeckt. Nur drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Die Augsburger Defensive, vor dem Spiel mit 24 Gegentreffern die schwächste der Liga, blieb auch in Sinsheim eine Baustelle. Ausgerechnet das „Baby-Riegel“ um Banks (18) und Matsima (23), das gegen den HSV noch so stabil gewirkt hatte, geriet gegen die pfeilschnellen Hoffenheimer arg unter die Räder.

Der Blick nach vorne? Mit Frankfurt und Leverkusen stehen keine leichten Aufgaben bevor. Aber vielleicht ist die Geburtstagspleite in Sinsheim ja der Tiefpunkt – und ab jetzt geht’s wieder aufwärts. Man wird ja wohl noch träumen dürfen. Alles Gute nachträglich, Sandro!

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