Bitter! Augsburgs Basketballerinnen verlieren Krimi in letzter Sekunde

Traumstart wird zum Albtraum
26:18 nach dem ersten Viertel – so stellt man sich das vor! Die Augsburgerinnen erwischten den besseren Start und zeigten genau jene Qualität, die das Top-Team der Region auszeichnet. Acht Punkte Vorsprung, die Halle brodelt, Litzendorf wirkt geschockt. Doch dann folgte das, was Trainer gerne als “Blackout” bezeichnen: Im zweiten Viertel brach das Spiel der Gastgeberinnen komplett zusammen.
Nur acht Punkte in zehn Minuten – das ist Kreisliga-Niveau, nicht Regionalliga Südost. Litzendorf nutzte die Schwächephase gnadenlos aus, drehte mit 24 Zählern das Spiel und ging mit einem 42:34-Vorsprung in die Kabine. Aus dem komfortablen Acht-Punkte-Plus war plötzlich ein Acht-Punkte-Minus geworden. Basketball kann grausam sein.
Aufholjagd mit tragischem Ende
Die dritte und vierte Viertel waren das, was man von einem Team mit Charakter erwartet. 15 Punkte, dann 21 – die Augsburgerinnen kämpften sich zurück, zeigten Moral und bewiesen, warum sie als Vorbilder für den Nachwuchs gelten. Doch am Ende fehlten genau jene zwei Punkte, die im zweiten Viertel liegen geblieben waren.
70:72 – ein Ergebnis, das wehtut. Vor heimischem Publikum in der Gabelsbergerstraße, gepfiffen von Andreas Gecse Kost und Kai Simmendinger, mussten die TVA-Damen eine Niederlage hinnehmen, die in der engen Regionalliga Südost schwer wiegen könnte.
Was bleibt?
Diese Niederlage zeigt zweierlei: Erstens, dass die Regionalliga Südost kein Selbstläufer ist – Teams wie Litzendorf lauern auf jeden Fehler. Zweitens, dass Basketball ein Spiel über 40 Minuten ist, nicht über 30. Die Augsburgerinnen haben bewiesen, dass sie zurückkommen können. Jetzt müssen sie beweisen, dass sie solche Rückschläge wegstecken und im Playoff-Rennen bleiben.
Der nächste Gegner wartet schon. Und eines ist sicher: Nach so einer Niederlage wird der Hunger auf den nächsten Sieg umso größer sein.



